Warum die USt-IdNr. zählt
Eine Bestellung wird zur B2B-E-Rechnung, wenn die USt-IdNr. des Käufers darauf steht. Ohne sie behandelt die App die Bestellung als Verbraucherkauf: In Belgien ist dann keine Peppol-Rechnung fällig (eine PDF-Rechnung per E-Mail ist weiterhin möglich, siehe Einstellungen); in Deutschland wird die XRechnung ohne USt-IdNr. des Käufers ausgestellt.
Jede gefundene Nummer wird gegen VIES, das EU-Register, geprüft; die Prüfung wird als Nachweis für steuerfreie innergemeinschaftliche Lieferungen gespeichert.
Am einfachsten: Shopifys eigenes Checkout-Feld
Nutzt Ihr Shop Shopify Tax für die EU, müssen Sie Ihr Theme nicht anfassen. Gehen Sie im Shopify-Admin zu Einstellungen → Checkout → Kundeninformationen und setzen Sie „USt-IdNr. des Unternehmens" auf Optional.
Geschäftskunden geben ihre USt-IdNr. dann im Checkout ein. Shopify prüft sie sofort, speichert sie im Kundenprofil und wendet bei berechtigten grenzüberschreitenden EU-Bestellungen das Reverse-Charge-Verfahren an. Invocourier liest diese Nummer aus der Bestellung und verwendet sie vorrangig.
Shopifys Voraussetzungen: Shopify Tax für die EU aktiv, ein Versandstandort in der EU und das Feld auf Optional. Nicht verfügbar im B2B-Checkout (Unternehmen); dort wird die Steuer-ID des Unternehmens verwendet (siehe unten).
Alternative: ein USt-IdNr.-Feld im Warenkorb
Shops ohne Shopify Tax können ein Warenkorb-Attribut ergänzen. Öffnen Sie unter Onlineshop → Themes → Anpassen die Warenkorb-Vorlage und fügen Sie an der gewünschten Stelle (meist über dem Checkout-Button) einen Block Benutzerdefiniertes Liquid ein:
<div style="margin:10px 0">
<label for="vat-number">USt-IdNr. (nur Unternehmen)</label>
<input id="vat-number" type="text" name="attributes[USt-IdNr]"
value="{{ cart.attributes['USt-IdNr'] }}"
placeholder="z. B. DE123456789" form="cart">
</div>
Die Beschriftung ist frei; entscheidend ist der Schlüssel name="attributes[...]". Die App erkennt die gängigen Namen in allen EU-Sprachen (VAT number, TVA, BTW, USt-IdNr, Partita IVA, NIF, CUI ...) und freie Varianten wie „Ihre USt-IdNr. (nur Firmen)". Käufer dürfen die Nummer mit oder ohne Länderpräfix, Leerzeichen oder Punkte eingeben. Französische Käufer können zusätzlich eine SIREN oder SIRET in einem gleichnamigen Attribut angeben.
Mein Feld heißt anders
Öffnen Sie die Einstellungen der App, Abschnitt Geschäftskunden & Verbraucherbestellungen. Dort stehen die Attributnamen Ihrer letzten Bestellungen (nur Namen, nie die Eingaben der Käufer), jeweils als erkannt oder nicht erkannt markiert; ein Name mit Werten, die wie USt-IdNrn. aussehen, ist hervorgehoben. Klicken Sie auf Diesen Namen verwenden und speichern Sie.
Die Startseite warnt Sie außerdem, wenn Bestellungen solche Werte unter einem nicht erkannten Namen enthielten.
Bestellungen, die als Verbraucherbestellungen behandelt wurden
Vor der Korrektur übersprungene Bestellungen lassen sich erneut prüfen. Öffnen Sie Frühere Bestellungen importieren, aktivieren Sie Übersprungene Bestellungen anzeigen, wählen Sie die gewünschten Bestellungen und importieren Sie sie. Jede wird genau wie eine neue Bestellung bewertet: Wird jetzt eine USt-IdNr. gefunden, wird die Rechnung erstellt; automatisch geschieht nichts.
Shopify-Plus-B2B-Checkout
Unternehmensprofile führen je Standort eine Steuer-ID. Invocourier liest sie automatisch aus der Bestellung und bevorzugt sie gegenüber Checkout-Feld und Warenkorb-Attributen. Nichts zu konfigurieren.
USt-IdNr. ungeprüft, USt-IdNr. nicht registriert
War VIES bei der Ausstellung nicht erreichbar, geht die Rechnung als B2B mit dem Vermerk USt-IdNr. ungeprüft und der vorsichtigen steuerlichen Behandlung hinaus; die App prüft die Nummer bei späteren Besuchen erneut und entfernt den Vermerk, sobald VIES sie bestätigt. Meldet VIES die Nummer als nicht registriert, wird die Rechnung markiert und die Startseite zeigt einen Hinweis. Ein ausgestelltes Dokument kann nicht geändert werden: Prüfen Sie den Käufer und erstellen Sie bei Bedarf eine Gutschrift oder ein korrigiertes Dokument.